Seit nun 4 Tagen bin ich unter den Freeletics, pure Anfängerin, absolut untrainiert und so langsam geht mir die Motivation aus. Das hatte ich mir anders vorgestellt und ich bin sicher, dass das beinahe allen so geht. Bis der Sport ganz selbstverständlich zu meinem Alltag gehören wird, wird wohl noch einiges an Zeit vergehen. Trotzdem, mit Freeletics halte ich nun schon länger durch, als all die anderen Male in denen ich mir vorgenommen hatte, endlich regelmäßig Sport zu machen! 

MQ-51

Auf der Suche nach der Motivation 

Zugegeben, die Jahreszeit um mit dem Sport anzufangen, ist nicht gerade Ideal. Es ist kalt, hat Minustemperaturen und das trübe Graupelwetter deprimiert zusätzlich. Normalerweise packe ich mich morgens dick ein und stapfe lustlos zu meiner Gassirunde auf. Ein Vorteil für alle, die einen Hund besitzen. Denn dann ist die Frage, ob man raus geht oder nicht, hinfällig. Trotzdem ist es ein Unterschied ob man sich draußen die erste „verdiente“ Zigarette anzündet oder anfängt zu laufen…

Zur Erinnerung, am Montag startete ich relativ Größenwahnsinnig in mein selbst geschneidertes Freeletics-Programm. 2x Athena, morgens und abends. Am nächsten Tag wollte ich sterben, mir tat alles weh! Am Dienstag wollte ich dennoch nicht aufgeben und startete meinen ersten Free-Run, ernüchtert kam ich wieder zuhause an, keine 10 Minuten hielt ich am Stück durch. Am Mittwoch musste ich eine Pause einlegen, frustrierend nach nur 2 Tagen, denn mir tat alles noch viel mehr weh. Ich hatte Kopfschmerzen, meine Lunge hatte Muskelkater und ich fühlte mich krank, als würde ich demnächst einer schweren Grippe erliegen.

Belustigt filmte mein Freund mich dabei, wie ich die Treppen runter stieg . Er schlug mir einen neuen Blog-Titel vor: „10 Arten, wie man eine Treppe runter steigen kann“ – ich verschonte euch damit…

Gott sei dank lies mein Freund nicht davon ab mich zu veräppeln und meinte beiläufig: „Das hälst du eh nicht durch!“ Schlagartig war meine Motivation wieder da und ich schlüpfte noch leicht behindert in meine rosa Laufschuhe. Das Wetter war heute gnädig mit mir, kein Wind, kein Regen, kein Schnee, alles trocken. Die Sonne schien mir ins Gesicht und ich startete meine gestrig runtergeladene Freeletics-Motivations-Musik.

Meine selbst recherchierten Tipps zum richtigen Laufen behielt ich dabei stets im Hinterkopf. Ich aß nichts vor dem laufen, trank lediglich ein großes Glaß Wasser mit Magnesiumbrausetablette und achtete auf meine Körperhaltung. Schultern zurück, gerader Kopf… und tatsächlich, Seitenstechen hatte ich die nächste halbe Stunde nicht! So schaffte ich tatsächlich doppelt so lange wie am Dienstag. Meine Waden schmerzten nach kürzester Zeit, meine Oberschenkel brannten… aushalten, weiterlaufen… zwischendrin walkte ich …. aber beinahe die ganze Strecke lief ich…

Irgendwann wurde mir tatsächlich schwindelig und ich hoffte nicht umzukippen. Eine 500 Meter lange Steigung lag vor mir und ich dachte mir, was andere jetzt tun würden! Ich dachte an all die Kämpfer, die gerade ebenfalls diese Qualen mit machten, ich dachte an den Körper den ich haben möchte, ich dachte daran, es jetzt allen zeigen zu müssen! Die Musik tat ihr übriges! Ich fühlte mich wie Rocky vor seinem größten Kampf. 

Ich sammelte all meine letzte Kraft zusammen und drehte die Musik richtig laut. Egal – jetzt sprinte ich da hoch und bleibe erst oben stehen. Außer ich werde Ohnmächtig. Aufgeben ist nicht, stehenbleiben auch nicht… (da ich mir gestern die neue Serie auf Pro7 Zoo angeschaut hatte, stellte ich mir vor, hinter mir wären Löwen….bescheuert…) Ich rannte also um mein Leben, sprintete den Berg hoch, schaltete all meine Schmerzen aus UND schaffte es…. oben angekommen zwang es mich in die Knie…das war zu viel…. kein Meter weiter!

Motivational sport quotation.

Die Motivation ist also da, sie ist in uns drin! Wir können sie nicht bei anderen suchen, wir haben niemanden der uns in den Arsch tritt, wir müssen es selbst tun. Die Freeletics Community ist riesig, wir sind nicht alleine und auch dieser Gedanke ist Motivation.

Mir hat es geholfen, dass ich mir zum Schluss ein Ziel gesetzt hatte, dass ich normalerweise nicht mehr geschafft hätte. Aber ich wollte nicht sagen: „Ich habs nicht geschafft“ und auch niemand sonst sollte mir sagen ich hätte es nicht geschafft! Zumindest heute nicht…

Oben angekommen sah ich zurück und fragte mich tatsächlich: „Wie habe ich das nur geschafft?“ Ich hatte keine Ahnung, war aber zum ersten mal in meinem Leben erstaunt, was ich eigentlich kann, obwohl mein Körper das noch nicht hätte können dürfen…